Ölproduktion

Ölraum


In der Fa. Birgit Quast werden fette Öle (nicht zu verwechseln mit ätherischen Ölen) aus sorgfältig ausgewählten Rohstoffen durch ein Samen und Öl schonendes rein mechanisches Pressverfahren in kleinem Umfang hergestellt und nach Bedarf abgefüllt.

Die Ölgewinnung erfolgt mit KOMET CA 59 G Ölgewinnungsanlagen der Fa. IBG Monforts/Mönchengladbach. Diese Ölgewinnungsanlagen arbeiten mit dem Förderschneckenpreßverfahen, bei dem die Samen mittels einer Förderschnecke unbeschädigt und drucklos bis zum Preßkopf gebracht werden. Erst dort werden sie unter Druck gesetzt, der notwendig ist, um die zellulären Strukturen zu zerstören und das in den Zellen befindliche Öl freizusetzen. Nach dem Freisetzen aus den Zellen kann das Öl drucklos durch Nuten zurück in den Preßkopf fließen, durch die im Preßkopf befindlichen Öffnungen austreten und aufgefangen werden.
Abgesehen von diesem Pressvorgang werden alle anderen notwendigen Verarbeitungsschritte von Hand ausgeführt.

Jedes Öl wir aus unzerkleinerten und nicht erwärmten Samen gewonnen und stammt aus erster Pressung.

Ölgewinnung




Das freigesetzte und durch den Pressdruck leicht erwärmte Öl, das von feinen Feststoffpartikeln noch trüb ist, tropft in ein Auffanggefäß.

Anschließend ruht es einige Zeit, bis sich die nicht fettlöslichen Substanzen am Boden abgesetzt haben und das ÖI klar geworden ist. Auf Filtration kann deshalb verzichtet werden.

Braunglasflaschen als Lichtschutz




Erst dann wird es für den Verkauf nach Bedarf von Hand in braune Glasflaschen abgefüllt.

Zu keinem Zeitpunkt der Produktion kommen Lösungsmittel zum Einsetz, weder als Extraktions- noch als Reinigungsmittel.
Das gewonnene Öl wird nicht raffiniert, nicht entschleimt, nicht entsäuert und nicht gebleicht.

Aufgrund dieses Herstellungsverfahrens dürfen die Öle als kaltgepresst und nativ bezeichnet werden.

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Herkömmliche Ölgewinnung

Bei der herkömmlichen Ölgewinnung werden eine Vielzahl von Verfahrensschritten durchgeführt. Mögliche Schritte sind:

  1. Feinzerkleinern der Ölsamen mittels Walzenstuhl oder Quetschwalzwerk und anschließendes Strukturieren, um gute Preß- oder Extraktionsergebnisse zu erzielen.
  2. Die Wärmebehandlung der Samen, um optimale Ausbeuten bei der Pressung oder Extraktion zu erhalten.
  3. Die eigentliche Pressung, eventuell in zwei Schritten (Vor- und Fertigpressung).
  4. Die Extraktion, oft sind Pressung und Extraktion auch kombiniert. Extraktion bedeutet stets die Zugabe eines Lösungsmittels wie z. B. Hexan, Benzin, Kohlenstoffdisulfid oder Trichlorethan. Das verwendete Lösungsmittel wird nach der Extraktion möglichst vollständig entfernt, in dem es verdampft wird (Vakuumdestillation).
  5. Das durch Pressung und/oder Extraktion gewonnene Rohöl wird durch Raffination weiterbehandelt, damit die durch die bisherigen Verfahren entstandenen unerwünschten Umsetzungsprodukte entfernt werden.
    1. Es wird entschleimt (z.B kann Leinöl hitze-entschleimt werden. Das Öl wird auf 240-280°C erhitzt, wobei die Schleimstoffe ausfallen.).
    2. Es wird entsäuert ( die vorhandenen freien Fettsäuren werden neutralisiert).
    3. Es wird gebleicht, um unerwünschte Farbstoffe zu entfernen. Das Öl wird mit einem oberflächenaktiven Stoff ( z.B. Bleicherde oder Aktivkohle) in Berührung gebracht, der die unerwünschten Bestandteile adsorbiet. Adsorbens und adsorbierte Teilchen werden abfiltriert. Das Öl verläßt mit der gewünschten Farbe die Anlage.
    4. Es wird desodoriert (Vakuum-Wasserdampf-Destillation), um unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe zu entfernen.
  6. Ein neues Verfahren ist die Hochdruckextraktion mit flüssigem Kohlenstoffdioxid. Als Beispiel sei Nachtkerzenöl genannt, da dieses Öl die Belastung der Raffination nicht aushält. Die Extraktion wird bei 300 bis 800 bar durchgeführt.

Quelle für die Verarbeitungsschritte: BOCKISCH

Die herkömmliche Ölgewinnung arbeitet und denkt in der Größenordnung von Tonnen. Oftmals wird das gewonnene Rohöl über große Entfernungen in Tanks zur weiteren Verarbeitung transportiert.
Fairerweise soll erwähnt werden, dass vor allem kleinere Betriebe nicht jeden der oben erwähnten Verarbeitungsschritte anwenden.
Immerhin dürfen auch Öle, die als nativ bezeichnet werden, gewaschen und filtriert oder zentrifugiert sein.

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Sonnenblumenöl SonnePlusÖl "Basilikum" Leinöl SonnePlusÖl
"Chili" Nachtkerzenöl

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