Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl wird aus den schmackhaften Früchten der Sonnenblume (Helianthus annuus L.) gewonnen.

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Verwendet werden die schwarzen ungeschälten Ölfrüchte, die vor dem Pressvorgang weder zerkleinert noch erhitzt werden. Sie werden schonend mechanisch kalt gepresst, wie unter Ölproduktion beschrieben.
Das gewonnene Sonnenblumenöl ruht einige Zeit, bis es auf natürliche Weise völlig klar geworden ist und steht dann für den Verkauf zur Verfügung.

Sonnenblumenfrüchte Sonnenblumenöl

Bei sorgfältiger Herstellung ist das Sonnenblumenöl eines der besten fettkörperhaltigen Nahrungsmittel überhaupt. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren, zu einem großen Teil zweifach ungesättigt (Linolsäure 18:2w9) und sollte, wie alle Öle der Fa. Birgit Quast nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

In der Fa. Birgit Quast erhalten Sie ausschließlich sortenreines, nach dem Pressen nicht weiter behandeltes, also naturbelassenes Sonnenblumenöl aus eigener Herstellung, das den samentypischen Geschmack der frischen Sonnenblumenkerne hat.

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Inhaltsstoffe der Samen und des Öls

Nach SCHUSTER und MARQUARD schwankt der Ölgehalt der Samen (ohne Fruchtschale) je nach Sorte ganz erheblich und liegt zwischen ca. 35 und 52%. Darin enthalten sind:

Dieses Fettsäuremuster macht das Sonnenblumenöl zu einem sehr wertvollen Nahrungsmittel.
Neben dem Ölgehalt und der Fettsäurezusammensetzung ist für die Verwendung der Sonnenblumenkerne in der Human- und Tierernährung der Eiweißgehalt von 9-24% von Bedeutung. Als weitere Sameninhaltstoffe sind zu nennen ein relativ hoher Gehalt an Vitamin E, Lecithin, Phosphatide, Beta-Carotinoide, Sterole, wasserlösliche Vitamine der B-Gruppe sowie Mineralstoffe.
Bei schonender Pressung werden die fettlöslichen Stoffe auch im Öl zu finden sein.

Verwendung

Ernährung

Das Sonnenblumenöl kann in der kalten und warmen Küche verwendet werden. Sein kräftiger Geschmack wird durch Erwärmen gemildert und unterstreicht und verstärkt den Eigengeschmack der Speisen.
Entgegen anders lautender Aussagen halte ich es keinesfalls "zu schade" zum Braten und Kochen. Wenn mit Fett gebraten und gekocht wird, sollte auch hierbei ein hochwertiges Öl verwendet werden, damit die so zubereiteten Speisen bekömmlich und ernährungsphysiologisch wertvoll sind.
Zu beachten ist,dass das Öl nicht bis zum Rauchpunkt erhitzt wird.
Ebenso gut passt es zu allen Salaten. Zum Abschmecken der Salatsauce eignen sich viele Sorten von SonnePlusÖl.

Äußere Anwendung

Eine gänzlich andere Verwendung findet es für Mundspülungen ("Ölschlürfen", "Ölziehen"). Dazu wird Sonnenblumenöl (1-2 TL) 5 bis maximal 10 Minuten in der Mundhöhle behalten und kräftig hin und her bewegt (schlürfen, durch die Zähne ziehen). Schadstoffe im Körper werden über die Mundschleimhaut an das Öl abgegeben. Das Öl darf nach dem Schlürfen nicht heruntergeschluckt werden. Die Mundhöhle sollte anschließend gereinigt werden.
Sonnenblumenöl ist für die Pflege der Haut sehr gut geeignet. Ich verwende es als Grundlage für meine Hautöl-Mischung. Auch der "Babypo" lässt sich damit pflegen.

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Allgemeine Angaben zur Pflanze

Quelle für die nächsten Abschnitte ist SCHUSTER.

Geschichte und Verbreitung

Die Urheimat der Sonnenblume liegt im Raum von Nordmexiko bis zum südlichen Kanada. Schon frühzeitig erfolgte eine Kultivierung und Nutzung durch die Indianer. Aus Arizona und Neu-Mexiko sind Funde von Früchten der Kulturformen aus 3000 v. Chr. bekannt. Die Früchte fanden Verwendung zur direkten Ernährung (z. B gemahlene Kerne), zusammen mit Maismehl zur Brotherstellung, in der Medizin und bei religiösen Zeremonien. Auch von einer Ölnutzung zum Einfetten des Körpers und der Haare wird berichtet.
Im 16. Jahrhundert wurde die Sonnenblume durch Spanier nach Europa gebracht, wo sie sich dann von Spanien aus nach Osten und Norden zuerst in den botanischen Gärten und bald danch in den Hausgärten ausbreitete.
Im 17. Jahrhundert begann man in kleinem Umfang die Kerne in der Konditorei und geröstet als Kaffee-Ersatz zu nnutzen. Obwohl schon 1716 ein Engländer ein Patent "Gewinnung von Öl aus der Sonnenblume zur Verwendung in der Weberei und in der Lederverarbeitung" erhielt, blieb die Ölgewinnung aus Sonnenblumenkernen in Europa bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts fast unbekannt.
Im 18. Jahrhundert brachte PETER DER GROSSE die Sonnenblume aus Holland nach Russland, wo in den Jahren 1830 bis 1840 die kommerzielle Ölnutzung begann. Ende des 19. Jahrhunderts weitete sich der Sonnenblumenanbau zwecks Ölgewinnung auf die angrenzenden Balkanländer Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Jugoslawien aus.
Im 1. und 2. Weltkrieg erfolgte unter dem Einfluss der Lebensmittelknappheit, besonders von Fett und Eiweiß eine stärkere Ausweitung des Anbaus mit Versuchen im nördlichen Europa. In die Zeit zwischen 1936 und 1952 fallen auch Anbau- und Züchtungsversuche in Deutschland.
Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts brachten russische Auswanderer die Sonnenblume zurück nach Amerika, wo die ersten Siedler den Sonnenblumenanbau der Indianer nicht übernommen hatten.

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Botanik

Die bedeutenste ölliefernde Pflanze in der Familie der Korbblütler (Kompositae) ist die Sonnenblume, mit einer besonders großen Formenmannigfaltigkeit und Variabilität (Anpassungsfähigkeit an wechselnde Klima- und Bodenverhältnisse) in der Gattung Helianthus. Da alle Arten Insektenbestäuber und damit weitgehend fremdbefruchter sind, entstehen laufend neue genotypen. Unter den 49 Arten der Gattung Helianthus sind nur zwei landwirtschaftliche Kulturpflanzen:

  1. Helianthus annuus (einjährige Sonnenblume, deren Früchte als Nahrungs- u. Futtermittel verwendet werden, fettes Öl und Eiweiß).


  2. Helianthus tuberosus (der Topinambur, dessen Knollen für Ernährungs- u. Futterzwecke und zur Invertzucke- u. Alkohlgewinnung Verwendung findet).
Jedoch sind verschiedene einjährige Arten, die teilweise als Zierpflanzen angebaut werden, mit ihren vielfältigen Eigenschaften wichtige Genquellen für Kreuzungen zwischen Kultur- und Wildformen.
Aufgrund der großen Variabilität der morphologischen und physiologischen Merkmale können vorkommen: In der Züchtung werden Formen zwischen abgeknickt bis leicht überhängend bevorzugt, da aufrecht nach oben stehende Körbe stark von Vögeln ausgefressen werden. Die Blätter und die Blütenknospen zeigen einen deutlich ausgeprägten Heliotropismus (sie wenden sich der Sonne zu). Dies befähigt zu hohen Assimilationsraten. Die Blütenstände sind nach dem Aufblühen nicht mehr heliotrop. Sie blühen überwiegend in östlicher Richtung.
Der Zusammengesetzte Blütenstand der Sonnenblume ist durch die Zahl, Größe, Farbe und Form der Hüllkelchblätter, der Zungenblüten und der Korbblüten außerordentlich vielfältig. Die Farbe variiert von Für die Ölnutzung werden große, voll und dicht mit Blüten und Früchten besetzte Körbe bevorzugt.
Die Frucht ist eine Achäne, eine besondere Form der Nuss, mit lederartiger Fruchtschale, die aus vier Schichten besteht. Die Farbe der Fruchtschale entsteht durch das Zusammenwirken von drei teilweise durchsichtigen Schicjten. Sie variiert und kann sein. Der Anteil der Schale an der gesamtfrucht kann zwischen 10 und 60% betragen. Zur Erzeugung von hohen Ölerträgen wird ein geringer Schalenanteil bevorzugt.

Allgemeine Nutzung

Der überwiegende Anteil der Sonnenblumenproduktion dient der Speiseöl- und Margarineherstellung.
Die Fruchtschalen werden als Rauhfutter, Füllmasse und zur Herstellung von Dämmplatten verwendet. Aus dem aus den Samen gewonnenen Rohfett fallen, sofern raffiniert wird, als Nebenprodukte z. B. Tocopherol, Lecithin, Wachs und Phosphatide an.
Die Früchte werden als Futermittel (Nager- und Vogelfutter) eingesetzt. Die Kerne (Samen) werden außerordenlich vielfältig, z. B. Ernährungzwecke, Vollwertkost, Backwaren und vieles mehr verwendet.

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Sonnenblumenöl SonnePlusÖl "Basilikum" Leinöl SonnePlusÖl
"Chili" Nachtkerzenöl

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